DAZN strebt direkten Bundesliga-Deal nach Sicherung der Rechte für die restliche Saison an

DAZN, der globale digitale Sport-Rundfunkveranstalter, will sich sein Paket an Bundesliga-Rechten sichern, das derzeit durch den Vertragsstreit von Eurosport mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) gefährdet ist.

Das im Besitz von Discovery befindliche paneuropäische Sportnetzwerk will seine Übertragungspartnerschaft mit dem deutschen Fußball-Bundesligisten kündigen. Der Vertrag hat ein Volumen von 70 Millionen Euro (75,8 Millionen US-Dollar) pro Jahr und umfasst die inländischen Rechte an 45 Bundesliga-Spielen pro Saison. Berichten zufolge ist Discovery der Ansicht, dass die durch die Coronavirus-Pandemie verursachte Zwangspause der Liga Anlass zur Kündigung der Vereinbarung gibt, was die DFL bestreitet.

DAZN, das im Vorfeld der Kampagne 2019/20 mit Eurosport einen Unterlizenzierungsvertrag über die Rechte an Spielen für zwei Spielzeiten abgeschlossen hat, steckt in der Mitte fest. Das in Großbritannien ansässige Unternehmen lehnte eine Annäherung von Eurosport ab, um seine Vereinbarung zu kündigen, und beabsichtigt, die Spiele, an denen es die Rechte erworben hat, zu übertragen.

Das nächste Spiel, das über den Over-the-Top-Dienst (OTT) übertragen werden soll, ist das Freitagabend-Derby am 22. Mai zwischen Union Berlin und Hertha Berlin. SportsPro ist sich darüber im Klaren, dass DAZN für den Fall, dass der Streit um die Beförderung nicht beigelegt werden kann, bestrebt ist, die Rechte an den Spielen, zu denen es gemäß seinem Vertrag mit Eurosport Zugang gehabt hätte, durch eine Vereinbarung mit der DFL zu behalten.

Die DFL und DAZN hatten sich bereits am 18. Mai auf einen solchen Deal für die Rechte am Sieg von Bayer Leverkusen über Werder Bremen geeinigt.

Im Mittelpunkt steht derzeit die Vereinbarung der restlichen Bundesliga-Spiele dieser Saison, die angesichts der derzeitigen Knappheit von Live-Sportinhalten für die Rundfunkanstalten immer wichtiger werden.

Allerdings gibt es im Hintergrund getrennte Diskussionen über die Zukunft des Rechtehandels von Eurosport mit der DFL und den Beförderungsvertrag mit dem DAZN. Dieser Vertrag hat noch eine Spielzeit vor sich, die Ausschreibung für den nächsten Zyklus der inländischen Bundesliga-Rechte soll im Juni stattfinden.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *